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Wann sollte bei Erwachsenen operiert werden?

In der frühen Phase nach dem Unfall ist an dem Nervensystem das Ausmaß der Schädigung noch nicht verlässlich abzuschätzen. Da die posttraumatische Schwellung und Hämatombildung in der ersten Wochen bzw. Monaten die Unterscheidung der einzelnen geschädigten Nervenstränge sowie das Verletzungsausmaß nicht erkennen lassen, muss eine Zeitlang abgewartet werden. Innerhalb der ersten 6 Monaten nach dem Unfall werden die Wundverhältnisse reif für eine operativer Therapie. Je nach Verletzungsmuster werden Nervennähte, Nerventransplantationen und Neurotisationen (Nervenumlagerungen von gesunden Nerven an die geschädigten Armnerven) durchgeführt. Zu späteren Zeitpunkten (ab ca. 1,5 bis 2 Jahre) können Muskel- und Sehnenverlagerungsplastiken zur Funktionsverbesserung durchgeführt werden.

Ist in dem Rahmen eines Unfalles eine Gefäßverletzung aufgetreten oder Brüche, die eine halsnahe Operation notwendig machen, ist in diesen Fällen die Nervenschädigung bereits bekannt. Hier braucht man nicht so lange abzuwarten, sondern sollte sich frühzeitiger (2 bis 3 Monate) zur Wiederherstellung entschließen.